06.10.2008
Rückblick auf die 6. Lauschaer Musiknacht
Samba in Ernstthal, südamerikanischer Karneval in der Kegelschänke im Sportpark? Ein Hauch von Rio jedenfalls war zur sechsten Auflage der Lauschaer Musiknacht am Rennsteig zu spüren als Bianca zum bauchfreien Tücherrauschen im künstlichen Disko-Nebel die Tanzfläche betrat. Die Bayreutherin gehörte zu den Überraschungsgästen des geselligen Beisammenseins am Samstagabend. Das Publikum freilich genoss den Anblick der bewegten Schönheit eher verblüfft und verwundert. Damit hatte dann doch keiner gerechnet, angekündigt war die Schau auch nicht, und so hielt mancher Gast sein Bierchen umso fester umklammert, auf dass ihn die Hübsche nicht zum Mitschunkeln auf die Bühne entführen konnte. „Ein bisschen schwer tut sich das Publikum", resümierte die gebürtige Argentinierin im Nachgang - sichtlich außer Puste nach dieser körperbetonten Show-Einlage. Doch was soll‘s. Ihr erstes Mal in Ernstthal war auf jeden Fall ein schöner Hingucker. Ansonsten war das Partytreiben in der Glasbläserstadt vor allem ein verlässliches und berechenbares Vergnügen: Bei der Feuerwehr spielte wie im Vorjahr „Jojo" Hits und Pop-Klassiker. In der „Pappel" hatte sich wieder Peter Country-Kick eingebucht, in den Bürgerstuben rockten einmal mehr Blackxmiller und „Tiller Mens Friend" klampfte traditionsgemäß Oldies im „Brandt". „Welche Band man sich holt, das entscheidet jeder Wirt für sich", erklärt Gollo-Chef James Knye. Dabei zählen mit Sicherheit auch die Erfahrungen der Vorjahre. Wenn die Gäste kommen und die Kasse stimmt ist eben der nächste Termin schnell ausgemacht. Für eine kleine Stadt wie Lauscha sei es schon eine Herausforderung überhaupt ein derartiges Event zu stemmen.
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